Männer erhebt euch – und pinkelt im Stehen!

Sie kennen keine Grenzen mehr beim Männerbashing. Ihr Schlagwort ist „Toxische Männlichkeit“. Doch damit offenbaren die Neofeministen ihr im Kern faschistoides Gedankengut. Faschistoid, weil es Menschen mit bestimmten Attributen (hier Geschlecht) als böse darstellt, die nichts dafür noch etwas daran ändern können. Die Männer nehmen das alles mal wieder stoisch hin, manche blasen gar ins selbe Horn. Dabei muss toxische Männlichkeit gar nicht schlecht sein, wenn sie im richtigen Kontext steht.

Die Schwulen haben das gut vorgemacht. Schwul war früher bei mir auf dem Schulhof die Beschimpfung Nummer 1. Das war echt eine üble Beleidigung. Dann kam irgendwann die GEW mit „Cool, mein Lehrer ist schwul“-Luftballons, es folgten diverse Outings – und plötzlich war schwul auch wirklich cool. Ich Hete(rosexueller) war langweilig, konservativ, rückwärtsgewandt. Die Schwulenbewegung hat sich nach dem Schimpfwort meines Schulhofes benannt.

Jetzt kommt die toxische Männlichkeit. Ja, die ist vielleicht wirklich toxisch, weil sie dazu führt, dass Männer viel früher sterben müssen. Die Gründe dafür sind nicht, dass sie zuviel Schokolade essen, sondern dass fast alle gefährlichen und körperlich belastenden Tätigkeiten von ihnen verrichtet werden. Sie sterben beim Retten anderer, bei Arbeitsunfällen, im Krieg, bei agilen nach außen gerichteten Taten. Sie gehen mit dem Schiff unter, wenn Frauen und Kinder in den Rettungsbooten sitzen.

Sie haben keine Anlaufstellen für psychische Probleme oder familiäre Konflikte. Sie haben von ihren Müttern auch nie gelernt, solche Hilfen zu suchen oder anzunehmen. Sie nehmen sich daher das Leben, ertränken sich in Alkohol, schießen sich mit Drogen das Bewusstsein weg.

Das ist toxische Männlichkeit. Dabei ist viel, was die Mütter mitzuverantworten haben. Natürlich ist es schlimm, dass Männer in unserer Welt so verheizt werden, aber richtig ekelhaft ist doch, dass sie dafür jetzt auch noch offen als böse und minderwertig dargestellt werden.

Diese Deutung haben die Männer aber mit in der Hand. Die meisten von ihnen setzen ihre Toxizität ein für ihre Kinder und Frauen, das ist ihre Aufgabe, die sie überwiegend gut erfüllen. Sie haben einen nach außen gerichteten Geschlechtstrieb und entsprechendes Balzgehabe. Ohne dieses würde es nur noch Tinder und Parship zum Geschlechterkontakt und zur möglichen Fortpflanzung geben.

Aber wenn Jungen auf dem Schulhof raufen, dann ist das gewalttätig und böse, wenn sie auf Bäume klettern, ist das fahrlässig und gefährlich, wenn Männer Komplimente machen, ist das sexistisch und übergriffig. Wenn sie auch mal plaudern, ist das Mansplaining. Wenn ihnen die Naht der Hose die Eier quetscht, dann betreiben sie Manspreading. Undsoweiter.

Da mach ich nicht mehr mit, ich bin stolz auf meine toxische Männlichkeit. Denn ohne die und die der anderen Männern würde die Welt schnell den Bach runtergehen. Und dazu müssen wir stehen.

Wir müssen die Anfeindungen aushalten, wenn wir endlich wieder im Stehen pinkeln.