So ungerecht ist Reproduktive Gerechtigkeit

Der neueste heiße Scheiß aus dem Matriarchat: Reproduktive Gerechtigkeit.

Das bedeutet, dass kein gebärfähiger Körper gegen den Willen des dazugehörigen Kopfes eine Schwangerschaft austragen muss, dass aber jeder gebärfähige Körper, dessen Kopf ein Kind möchte, ein solches auf Kosten der Allgemeinheit bekommt. Dies erfolgt beispielsweise in Form einer künstlichen Befruchtung mit anonymer Samenspende, finanziert durch die gesetzlichen Krankenkassen.

In ihrem entsprechenden Antrag im Bundestag wies die LINKE darauf hin, dass allen „Menschen“ reproduktive Gerechtigkeit widerfahren soll.
https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/269/1926980.pdf

Die Reproduktion, also der klassische Nachwuchs, soll im Zweifel mit technischen Hilfsmitteln und fremden Menschen, die ihr Erbgut via Samenspende zur Verfügung stellen, realisiert werden.
Jede gebärfähige Frau könnte somit zu einem Zeitpunkt ihrer Wahl dieses Angebot annehmen und sich künstlich ein Kind zeugen lassen. Fortan wäre sie eine Solomutter mit umfassender Bestimmungshoheit über das vaterlose Kind.

Nun gibt es einen erheblichen Teil „Menschen“, die nie gebären können, die also von der wunschgemäßen Reproduktion ausgeschlossen sind: Der Löwenanteil davon sind Männer. Wenn es also wirklich um Reproduktive Gerechtigkeit ginge, müsste auch dieser große Bevölkerungsteil eingeschlossen werden, sonst wäre ja der Begriff „Gerechtigkeit“ verfehlt.

Ist überhaupt wahre Reproduktive Gerechtigkeit möglich, die bedeuten würde, dass sich Männer zu einem beliebigen Zeitpunkt zu Solovätern machen lassen könnten? Gerechtigkeit, die ihnen ebenso wie alleinlebenden Frauen eigenen Nachwuchs zusichert? Könnte unsere Welt künftig gleichermaßen mit mutterlosen wie mit vaterlosen Kindern bevölkert werden?

Technisch kein Problem. Männer könnten auf Eizellspenden zugreifen und das Kind durch eine Leihmutter austragen lassen. Ebenfalls auf Kosten der Allgemeinheit – wäre ja sonst ungerecht.

Komischerweise ist diese Variante im Antrag der LINKEN genauso wenig berücksichtigt wie im Wahlprogramm der GRÜNEN, in der sogar explizit die Leihmutterschaft verboten bleiben soll. CDU/CSU und AfD sind auch dagegen. Die SPD eiert noch rum. Die FDP bekennt sich immerhin zur Aufhebung des Verbotes von Leihmutterschaften.

Das Wichtigste, das die Menschheit hat, ist ihr Nachwuchs. Dieser soll Männern willkürlich vorenthalten werden. Sie verlieren dadurch den letzten Einfluss auf die Prägung der nachwachsenden Menschen. Das Ganze wird als Gerechtigkeit verkauft.

Mehr Matriarchat geht nicht.

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